Bioenergiefeld

 Wie wir gesehen haben, besteht der Mensch aus Schwingungen bzw. Energie, auch wenn wir einen realen, greifbaren Körper haben. Dieser Körper ist zudem mit dem gesamten Universum und allem, was darin ist, direkt und unmittelbar verbunden. Auch das ist eine Erkenntnis aus der Quantenphysik: Wir können uns nicht mehr als getrennte Einheiten betrachten. Alles ist ein Netz aus miteinander verwobener und interagierender Schwingungsmuster.

Unser Körper ist also verdichtete Energie. Zum “Gesamtsystem Mensch” gehören aber neben unserem fest- oder grobstofflichen Körper noch weitere Bereiche, die jenseits dessen liegen, was für die meisten Menschen wahrnehmbar ist. Es gibt noch verschiedene feinstoffliche Körper, die uns mit unserer Umwelt (und, etwas weiter gefasst, mit dem gesamten Universum) verbinden. Die Autoren John White und Stanley Krippner berichten in ihrem Buch “Future Science” von 97 Kulturen, aus denen ein Jahrtausende altes elementares Wissen um die Lebensenergie und die Energiefelder des Menschen überliefert ist. Man spricht u. a. auch von Aura, Chi/ Qi etc. und sieht in diesen Energien grundlegende und substantiell beeinflussende Faktoren.

In anderen Kulturen wird dieses Wissen nicht in esoterische Grenzbereiche eingeordnet, sondern ist z. B. die anerkannte Grundlage der gesamten traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Wissenschaftlicher ausgedrückt könnte man von “L-Feldern” (Burr), “subtle energies/ subtilen Energien” (Tiller), morphogenetischen Feldern (Sheldrake) oder, allgemeiner, von “formbildenden und organiserenden Energiefeldern” (Gerber, Warnke u. a.) sprechen.

Valerie Hunt verwendet den Begriff “Bioenergiefeld”, den ich auch hier verwenden will: Ein Feld, das uns prägt und gleichzeitig mit unserer Umwelt verbindet. Denn es sind diese subtilen Energien, die unseren “festen” Körper beeinflussen, nicht umgekehrt. Unser Bioenergiefeld ist eine Art energetischer Bauplan, eine “Energiematrix” für unseren Körper. Die Physikerin Barbara Ann Brennan beschreibt sie wie folgt:
„Der ätherische Körper (von ‚Äther’, einem Zustand zwischen Energie und Materie) besteht aus feinen Energielinien. […] Er hat die gleiche Struktur wie der physische Körper mit allen anatomischen Teilen und Organen. Der ätherische Körper stellt ein Gerüst aus Kraftlinien dar oder eine Energiematrix, die der physischen Materie des Körpergewebes Form und Halt gibt. Der physische Körper kann nur durch dieses Kraftfeld existieren, das heisst, dieses Kraftfeld ist eine Voraussetzung, nicht eine Wirkung des physischen Körpers.“

Unsere Gedanken beeinflussen unser Energiefeld und dieses beeinflusst unseren physischen Körper. Jeder Veränderung in unserem Körper gehen Impulse aus unserem Energiefeld bzw. unserem Bewusstsein voraus.
Deepak Chopra beschreibt konkret, was z. B. hinter einem so alltäglichen Phänomen wie Durst steckt:
„Unser Körper ist also buchstäblich eine Ansammlung von Ideen; er ist der physische Ausdruck eines Feldes, das mit sich selbst interagiert. Das Selbst macht Interpretationen für die Zellen, indem es diese chemischen Substanzen generiert, die überall und gleichzeitig im Körper auftreten. Sie breiten sich nicht etwa aufeinanderfolgend aus, sondern simultan im ganzen Körper. Wenn ich zum Beispiel den Wunsch habe, Wasser zu trinken, dann wird, sobald ich auf diesen Gedanken komme, von den Hirnzellen die Substanz AT2 produziert, die mein Verhalten so beeinflusst, dass ich nach Wasser Ausschau halte. Gleichzeitig produziert ein anderer Gehirnteil, der Hypothalamus, AT2 und löst damit die Ausschüttung des Hormons ADH aus, das bewirkt, dass der Körper Wasser zurückhält. Gleichzeitig produzieren meine Nierenzellen AT2 und halten Wasser zurück. Meine Herzzellen, meine Hautzellen produzieren es; mit anderen Worten, sobald ich die Idee habe, ‚ich brauche Wasser’, so breitet sich diese Idee überall und gleichzeitig in meinem ganzen Körper aus, sie ist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend. Während eines einzigen Augenaufschlags laufen sechs Trillionen Reaktionen ab, die alle aufeinander abgestimmt sind. Dieses Feld ist nicht lokalisierbar, da das, was wir Geist nennen, allgegenwärtig und in allen Zellen gleichzeitig vorhanden ist.“

Unser Körper ist natürlich der Bereich, in dem wir die beschriebenen Zusammenhänge am deutlichsten nachvollziehen können. Die Macht unseres Bewusstseins hat tatsächlich einen starken und ständigen Einfluss auf unseren Körper. Wenn wir wieder lernen, bewusster mit unserem Bioenergiefeld umzugehen, können wir damit unseren Körper, unsere Gesundheit und letztlich auch unser Umfeld bewusst “gestalten”. Dies ist keine Frage der Entscheidung, wir tun das bereits, in jeder Sekunde und seit Jahrtausenden. Unser Körper, unsere Umgebung, unsere Lebensumstände jetzt in diesem Augenblick, sind die Folge dieser Kräfte, ob wir wollen oder nicht.

Vor dem Hintergrund der neuen
Forschungen und Erkenntnisse können wir uns jetzt allerdings dafür entscheiden, diese Tatsache bewusst und gezielt zu nutzen. Unser Körper und sein Bioenergiefeld sind sozusagen das Lernobjekt dafür - denn letztlich beeinflusst jeder unserer Gedanken nicht “nur” uns selbst und unsere Umwelt, sondern das ganze Universum.
 

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